Zwischen Township und Mini-Hollywood

Zwei Leben: Phumla arbeitet in Sea Point, einem wohlhabenden Viertel von Kapstadt direkt am Meer – in der Township Gugulethu lebt sie. Und sie sorgt sich um ihren Sohn

Fast jeden Tag fährt Phumla nach Sea Point, ein Viertel, an dessen Seepromenade die Kapstädter Abends joggen und am Wochenende entlang flanieren, mit Surfer-Shops, Cafés und Bagel-Läden, die die Hauptstraße säumen. “Für mich ist Sea Point ein Mini-Hollywood”, sagt die 31-Jährige Südafrikanerin. Phumla arbeitet in einem Eiscafe – ihr Arbeitsumfeld und ihr Zuhause könnten kaum unterschiedlicher sein. Denn aufgewachsen ist sie in der Township Gugulethu – und lebt dort mit ihrem 11-jährigen Sohn.

“Gugulethu ist ein guter Ort”, sagt Phumla. Doch gleichzeitig hat sie Angst um ihren Sohn, den sie nicht mehr zum Spielen auf die Strasse lässt – zu groß ist die Gefahr, dass er sich einer Gang anschliessen könnte oder er in Kämpfe und Schießereien zwischen en Straßengangs der Townships gerät.

Am liebsten würde Phumla irgendwann ins Stadtzentrum ziehen. Wohin sie gerne einmal reisen würde? Afghanistan: Weil es sicher schöner sei als die Medienberichte. Und so ganz anders – selbst für sie, die jeden Tag zwischen den Welten wechselt.

 

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